Science Slam. Poetry Slam. Die ganze Welt scheint derzeit ein einziger Slam zu sein.
Jeder kennt das Feuerwerk der Alltagsdichterworte und die beschleunigte Reise durch wissenschaftliche Forschungsthemen – in nur wenigen (meist drei) Minuten. Es geht um knallharten Wettbewerb, um Zeitrestriktion und den Gewinn einer Schlacht aus Worten. Und, es geht vor allem um eins: Kreativität und Fantasie.
Kein Wunder also, dass der Slam im Wirtschafts- und Industrieland Deutschland, was gleichzeitig auch als das Land der Dichter und Denker gilt, so beliebt ist.
Ein neuer Slam ist geboren
Seit letzten Donnerstag ist die Slam-Familie nun um eine Spielart reicher: Bühne auf für den Career Slam. Anders als die anderen beiden Slam-Formen dreht der Career Slam den Spieß einfach um: Nicht junge, aufstrebende Talente aus Literatur oder Wissenschaft zeigen dem Publikum, welche Begabungen in ihnen schlummern, sondern gestandene Unternehmen wagen sich auf die Bühne. Sie slammen um die Gunst der Zuschauer, der Jury und vor allem zukünftiger Bewerber. „Der eine oder andere Teilnehmer musste mit dem Lampenfieber kämpfen.“, meint Claudia Schoder vom Career Center der Uni. Dort, im Career Center, wurde die Idee des Career Slams geboren. Der Career Slam sei in dieser Form deutschland-, wenn nicht sogar weltweit, einzigartig und damit auch der erste seiner Art an der Uni Leipzig.
Acht Firmen aus verschiedenen Branchen, darunter Lifestyle und Mode, Biotech und Gesundheit, Medien und IT kamen am 10. Mai in die Moritzbastei, um von dem zu berichten, was zukünftige Berufseinsteiger bei ihnen erwarten könnten. Von bunt bis seriös reichten die Performances. Ein Medienunternehmen rappte im Hip-Hop-Kostüm von der eigenen Unternehmensphilosophie. Das machte Eindruck und brachte schließlich auch den Sieg.
Man selbst bleiben und neue Wege gehen
Den Spieß umdrehen. Darum ging es letztlich auch wieder für die Studenten im Publikum – mitnehmen, was man von den Teilnehmern lernen konnte. Sich nicht verbiegen, authentisch sein, Neues ausprobieren und nicht nur auf Altbewährtes vertrauen – so könnte die Erkenntnis aus diesem ersten Career Slam lauten, für die Unternehmen auf der Bühne sicher genauso wie für die zukünftigen Bewerber im Publikum.
