… wer ein Meister werden will. Als ich mein Kommunikations- und Medienwissenschaftsstudium begann, war mir relativ schnell klar, dass ich mich neben meinem zu absolvierenden Pensum für die Uni engagieren will, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen und um nebenbei praktische Erfahrungen zu sammeln. Leipzig bietet mit seinen zahlreichen studentischen Initiativen genügend Möglichkeiten dafür.
Ich für meinen Teil wählte mephisto 97.6, das Lokalradio der Uni Leipzig, weil es erstens meinen Interessen entsprach und es mir zweitens eine tolle Möglichkeit bot, Leipzig kennen zu lernen. Gerade für Geisteswissenschaftler ist es essentiell, sich neben der Uni zu engagieren und Erfahrungen zu sammeln. Dabei ist nicht die Rede von Praktika, denen man ja ohnehin meist in den Semesterferien Vollzeit nachgehen muss, sondern von Projekten für die man sich engagiert, weil sie einem Spaß machen und weil sie eigene Interessen vertreten und fördern. Es gibt zahllose Möglichkeiten sich zu engagieren: studentisch, ehrenamtlich, man kann sich Projekten anschließen oder gar eigene kleine Projekte ins Leben rufen. Wer sich in der Hochschulpolitik engagieren will, tut dies am besten im StudentInnenRat der Universität Leipzig oder bei der eigenen Fachschaft. Daneben gibt es zahlreiche studentische Initiativen.
Ich bin wie folgt vorgegangen: zuerst einmal habe ich mir überlegt, was mir Spaß macht und wofür es sich meiner Meinung nach zu engagieren lohnt. Ich wollte etwas machen, was mich auf eine zukünftige Tätigkeit im journalistischen Bereich vorbereitet und ganz nebenbei lernte ich über mephisto 97.6 Leipzigs Politik, Kultur und Stadtgeschichte kennen. Neben Engagement im Radio kann man sich außerdem für den LPRS, den Leipziger Public Relations Studenten e.V. oder in Projekten wie weitblick e.V. engagieren. Persönlich finde ich, dass Engagement unabhängig von einer „Aufwertung“ des Lebenslaufes stattfinden sollte. Aber natürlich steht es außer Frage, dass Eigeninitiative auffällt und wenn man es ehrlichen Herzens getan hat, dann wird es auch positiv bewertet.
Abschließen will ich mit Worten des indischen Rechtsanwalts und dem Führer der indischen Befreiungsbewegung Mohandas Karamchand Gandhi : „Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“
