In fünf Wochen ist Weihnachten und ich stelle – wie jedes Jahr – fest, dass in meinem Portemonnaie ziemliche Endzeitstimmung herrscht. Ich bin wirklich nicht verschwenderisch, aber – und da fällt mir ein Satz meiner Mutter ein – „Kind, das Leben kostet!“ Stimmt! Deswegen habe ich mir vorgenommen meine Ausgaben zu prüfen und zu schauen, wo ich vielleicht tatsächlich doch verschwenderischer bin als geglaubt. Euch erwartet also ein etwas kleinlich geiziger Blogbeitrag, der uns aber hoffentlich allen am Ende mehr Geld in den Taschen beschert.
Wo also anfangen mit dem Sparen? Schließlich geben wir täglich Geld aus, das wir gar nicht sehen. Wir wohnen, duschen, waschen, surfen im Internet, knipsen das Licht an, wenn es dunkel ist, erwärmen unser Essen und so weiter und sofort. Da kann einem schon schwindlig werden.
Zu Hause befolge ich brav Heiz-, Lüftungs- und Waschtipps. Nicht nur, weil ich Geld sparen will, sondern, weil ich bewusst und sparsam mit Ressourcen wie Wasser, Strom und Energie umgehen will. Aber – und das ist vermutlich mein Problem – Kleinvieh macht auch Mist (auch ein Spruch von der Mutti ;) ) und das nicht zu knapp. Will sagen, Geld spart man zum Beispiel, wenn man sich anstatt unterwegs bei überteuerten Bäckern oder Ess-Ständen etwas zu kaufen, einfach eine Stulle von zu Hause mitnimmt. Oder man druckt das Unireferat doppelseitig und nicht einseitig aus. So oder so muss man nicht alles ausdrucken. Lieber mal ein Buch ausleihen und Wichtiges herausschreiben. So spart man sich das Kopiergeld und der nette Nebeneffekt: Was durch die Hand geht, geht auch durch den Kopf. ;) Außerdem gibt es für Studenten fast überall, ob beim Reisen, Telefonieren, Bezahlen, bei Versicherungen oder beim Einkaufen Vergünstigen, Ermäßigungen und Rabatte. Ganz nach der Divise: Die Augen offen halten und mitnehmen, was man kriegen kann.
Allerdings kann man es mit dem Sparen auch übertreiben. Ich finde nicht, dass man die alten Feinstrümpfe seiner Oma benutzen muss, um Kaffeefilter zu sparen. Die Breite von Toilettenrollen finde ich auch völlig ok. Ich hörte von Menschen, die ihre Toilettenrollen in der Mitte durchschneiden. Neulich habe ich im Internet von Leuten gelesen, die – um zu sparen – Löcher in den Käse schneiden. Ein Typ bohrte sogar einen Nagel in die alte Uhr seines Großvaters und schrieb, dass er mit seiner neuen Sonnenuhr ein für alle Mal die Batteriekosten für seine Uhr spart. Also für meine Begriffe geht das zu weit und außerdem fände ich es um die alte Uhr vom Opa zu schade.
So, ich versuche bis Weihnachten ein bisschen Geld zu sparen, um es dann direkt wieder mit vollen Händen auszugeben. Nein im Ernst. Ich finde Sparsamkeit nicht nur gesund für mein Portemonnaie. Ein bewusster Umgang mit Geld und Ressourcen tut auch unserer Umwelt gut.
